Montag, 13. August 2018

Mit dem Wohnmobil durch Südschweden - (TEIL 1 ) Anreise und Elchsafari in Smalandet



Seitdem wir unser Wohnmobil haben, hege ich den Traum nach Schweden zu fahren. Ich war mir zwar nicht sicher, ob unser alter Elnagh, Baujahr 1994, es soweit schaffen würde und ob die Reise für zwei kleine Kinder zu anstrengend sei aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so beschlossen wir es einfach zu versuchen und planten Anfang des Jahres unsere Reise nach Schweden. 


Wir entschieden uns für die Anreise über Dänemark. Die Überfahrt mit der Fähre wäre aufgrund der Länge unseres Wohnmobil ziemlich teuer gewesen. Zuvor haben wir uns einige Orte und Sehenswürdigkeiten herausgesucht, die wir gern sehen wollten, alles andere stand aber in den Sternen. Ich wollte uns den Druck nehmen, zu einer gewissen Zeit an einem gewissen Ort zu sein und ließ die Kinder entscheiden, wie weit wir kommen und wohin es geht.

Am Samstag, 16.00 Uhr ging es los. Ferienzeit, trotzdem hatten wir Glück und die Straßen waren relativ leer. Gegen 22.30 Uhr erreichten wir Middelfart, in Dänemark, wo wir unsere erste Nacht auf einem Rastplatz verbrachten. Dies scheint ein beliebter Zwischenstopp, auf der Reise nach Schweden zu sein, denn hier standen so einige Camper mit Elch Stickern und Schwedenfahnen. Middelfart und die Brücke sind aber auch so wirklich sehenswert und idyllisch.




Gegen 12.00 Uhr erreichten wir die Storebealt Brücke. Die Überfahrt kostete uns 55€. Als Neuling entschieden wir uns für die sichere Variante der Zahlung, und fuhren in den "Manuell" Schalter mit Personal. 



Schließlich erreichten wir gegen 14.00 Uhr die Öresundbrücke und entschieden uns wiedermals für den "Manuel" Schalter um in Bar zu bezahlen. Da unser Wohnmobil die Grenze von 7 Metern überschritt, mussten wir für die Überfahrt ca. 118€ bezahlen. 




In Schweden angekommen, wollten wir zunächst nach Lund, um uns dort Bargeld zu holen. Im Prinzip hätten wir uns das aber fast sparen können, denn in Schweden kann man selbst Kleinstbeträge und Parkautomaten mit Mastercard zahlen. Es empfiehlt sich also vor der Schwedenreise eine Mastercard zu beantragen, denn an einigen Automaten gab es gar keine andere Zahlungsart.



In der Innenstadt von Lund gab es eine kleine Strandbar, die zum Verweilen einlud. Wir aßen ein Eis und machten uns anschließend auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz.


Je weiter wir ins Landesinnere kamen, desto schöner wurde die Landschaft um uns herum. Dichte Wälder, rote Holzhäuser, wohin das Auge reichte und die ersten "Vorsicht Elch" Schilder befanden sich auf unserer Strecke. Im Naturreservat kurz vor Dagstorps, Nahe "Norra Rörum" fanden wir ein schönes Plätzchen für die erste Nacht.







Die  Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite und die Kinder konnten Himbeeren sammeln, wilde Erdbeeren naschen und durch steinige Wälder streunern.










Für die nächsten Tage hatten wir uns keine genauen Ziele gesetzt, das hätte uns wahrscheinlich nur unnötig unter Druck gesetzt. Wir fuhren einfach in Richtung Vimmerby und hielten dort, wo es uns gefiel.
Unterwegs gab es 1000 Fotomotive, mein Herz und die Kamera glühten. 



Da wir in der Nähe von Makaryd waren, entschlossen wir hier den ersten Halt einzulegen. Die "Smalandet - Elchsafari" stand als eines meiner Ziele ganz oben auf der Liste.






Da wir uns in der Hauptsaison befanden, fuhr die Bahn alle halbe Stunde. Die Wartezeit kann man mit einem Besuch im Streichelzoo oder am Ententeich überbrücken. Aber auch ein kleines Café und einen großer Souveniershop verführten uns unsere ersten schwedischen Kronen auszugeben.



Alle einsteigen bitte! Die Kids waren total aufgreregt, als es losging. Für die Elchgarantie wurde jeder von uns noch mit der Lieblingsspeise, der Elche versorgt.



Keine 50 Meter vom Eingang entfernt, blickte uns schon der erste Elch Auge in Auge. Unfassbar wie gigantisch und wunderschön dieses Tier daher kam! 




Der Fahrer unserer Bahn schien einen besonders guten Draht zu den Tieren zu haben. Er hatte eine unglaublich tolle Art, über die Tiere zu sprechen und er zeigte vollen Körpereinsatz, um die Tiere davon zu überzeugen, zu uns zu kommen.










Nach einer Stunde war die Tour beendet und wir von nun an schwer verliebt in die Riesen Schwedens. Ich finde den Park absolut empfehlenswert und auch Anton, mit seinen zwei Jahren, hat die Stunde gut durchgehalten. Man kann übrigens auch mit dem eigenen Auto in den Park fahren, ähnlich wie im "Safaripark" in Hodenhagen, aber wir in der Bahn hatten deutlich mehr Glück, da fast alle Tiere zu uns kamen und nicht zu den Autos. 



Wir machten uns weiter und suchten einen schönen Stellplatz für die Nacht. Unterwegs fanden wir Irgendwo im Nirgendwo diese schöne Gegend, die fast schon einem Bilderbuch glich. 



Gegend Abend zog ein kleines Gewitter auf, dass sich aber schnell in Luft auflöste und wieder genossen wir die Natur, sammelten Kamillenblüten und XXL Löwenzah, unsere Hasen wären hier sicher im Paradies gewesen. 





Weiter geht es ganz bald mit dem zweiten Teil unserer Schwedenreise...

Es folgen:
*Astrid Lindgrens Värld
*Bullerbü & Katthult
*Zuckerstangenstadt Gränna
*schöne Aussichtsplätzen und Badeseen
*Weststrand und Kullaberg


Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...