Dienstag, 11. Juli 2017

Alles über unsere Zwergwidder - Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen



Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch Alles über unsere Zwergkaninchen erzählen und dabei ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg geben. 
Viel Spaß ;)


Wie alles begann...
Ich habe eigentlich schon länger mit dem Gedanken gespielt, irgendwann einmal Kaninchen in unserem Garten zu beherbergen. Ich wusste nur nicht, wie ich meinen Mann davon überzeugen sollte... Doch das musste ich gar nicht, denn als wir vor einigen Wochen die Kaninchen auf einem Kinderbauernhof streichelten und fütterten kam es einfach so aus meinem Mann heraus. " Wie hast du dir das denn mit den Kanichen so vorgestellt?"  Ich konnte ja kaum glauben, dass mein Mann anscheinend die selben Gedanken wie ich ;) Tja und so begann sie ganze Sache! Von diesem Tag an saß ich nächtelang am PC und informierte mich über artgerechte Haltung, Käfige und Co.

Besonders informativ fand ich z.B. diese Seite:

http://www.kaninchenwiese.de/haltung/aussenhaltung/

Bilder vom Familienbauernhof


Der Kaninchenstall

Zunächst einmal ist es wichtig zu entscheiden, wo die Kanichen leben sollen! Wir haben uns ganz klar für draußen entschieden. Für uns stand außerdem fest, dass die Hasen ein schönes Außengehege bekommen sollen. Nach langer Suche haben wir uns für einen zweistöckigen Stall, der in etwa dem Stil des Spielhauses der Kinder entsprach, entschieden.

Den Stall findet ihr zum Beispiel Hier

Besonders gefiel mir, dass der Stall vier Türen hat, sodass man ihn von allen Seiten her gut sauber machen kann. Die obere Etage kann man wie eine Schublade herausziehen und ist so ebenfalls leicht zu reinigen.

Die Gestaltung des Außengeheges erwies sich am Schwierigsten. Ich wollte ein Gehege, in das man sich mit mindestes 2 Kindern hineinsetzen kann, ohne ein großes Haus zu bauen. Holzzäune waren mir zu klobig oder zu niedrig. Und in den vorgefertigten Außengehegen war einfach zu wenig Platz.  Aber als ich bei Norma die Werbung durchblätterte, stieß ich auf einen Teichzaun, der sofort meinen Geschmack traf. Den gibt es hin und wieder auch noch im Onlineshop ;) Diesen haben wir zur Hälfte noch mit Kleintierdraht verstärkt.

Hier seht ihr das Ergebnis


Die Ausstattung
Wichtig ist, dass den Kaninchen ein oder mehrere Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Bei Häusern sollte man darauf achten, dass sie zwei Türen besitzen, so fühlt sich kein Hase bedrängt und kann im Ernstfall flüchten. Eine Heuraufe und 1 - 2 Wassernäpfe gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Ein paar Spielerein, wie Tunnel,  Buddelkiste und Co. könnt ihr ganz nach eurem Geschmack aussuchen. 

Außerdem gibt es bei uns eine Toilettenecke, denn die meisten Kaninchen sind stubenrein. Diese wird  auch tatsächlich fast immer benutzt. 



Welches Kaninchen?

Unsere Wahl fiel auf Zwergwidder. Das sind Kaninchen, bei denen die Ohren nicht stehen sondern hängen. Zwergwidder sind im Allgemeinen ruhiger und zutraulicher und dadurch besser im Umgang mit Kindern geeignet. Wichtig ist außerdem die Konstellation der Kaninchen.

Ein Pärchen ist immer am harmonischten. 
Wir haben uns auch für ein Pärchen entschieden.  Das Männchen werden wir in einigen Wochen kastrieren lassen, da unsere Kaninchen aus dem selben Wurf stammen.

Für den Transport der Kaninchen reicht eine kleine Transportbox. Diese habe ich mit einem Handtuch und ein wenig Salat, Heu und Wasser ausgestattet. Die Kaninchen dürfen zunächst nur das fressen, woran sie gewohnt waren, da sie einen sehr empfindlichen Magendarmtrakt haben. 

Bei der Züchterin angekommen konnte ich mich kaum entscheiden, so viele süße Fellkneule, die vor meiner Nase umher sprangen. *schwärm*  Stellt der Züchterin ruhig all die Fragen, die euch noch interessieren. Ich habe dann eine große Tüte von dem Futter mitbekommen, dass sie gewohnt waren.




Der erste Kontakt
In den ersten Tagen ist es besonders wichtig ruhig mit den Kaninchen zu sprechen und keine plötzlichen Bewegungen zu machen. So gewöhnen sie sich an eure Stimme und fassen schnell Vertrauen! Wir haben sie erst ein paar Tage zur Ruhe kommen lassen und dann den Käfig geöffnet.  Bitte nehmt die Kaninchen so selten wie möglich auf den Arm! Das mögen sie allgemein eher ungern und sollte nur beim Krallen schneiden oder für Untersuchungen getan werden.

Wir legen das Futter ganz oft auf unseren Schoß. Dort fressen sie in aller Ruhe ihren Löwenzahn und wir können die beiden streicheln. 




Der erste Ausflug ins Freie. Die beiden waren total neugierig und haben alles genaustens untersucht. 




Nach einigen Tagen haben wir uns gemeinsam für die Namen "Stupsi" und "Flocke" entschieden. Na, erratet ihr, wer wer ist?




Was fressen unsere Kaninchen?
Auf die vorgefertigten Futtermischungen versuchen wir so gut wie möglich zu verzichten. Diese sind eher ungesund und können schnell zu Übergewicht führen.

Da sie nur Trockenfutter und Salat gewohnt waren, haben wir sie ganz langsam an neue Obst-, Gemüse- und Kräutersorten herangeführt und nach jeder Mahlzeit geschaut, wie der Stuhl aussieht. Bei Durchfall müsst ihr mit eurem Kaninchen sofort zum Tierarzt. Dieser kann schnell gefährlich werden.

Unser Futterplan sieht wie folgt aus:

Morgens:
*Frisches Wasser + Heu
* Gemüse und Obst z.B. Salat, Mohrrüben, Kohlrabigrün, Apfelschalen (Je nachdem, was wir im Hause haben)

Nachmittags:
*Frisches Wasser + Heu
* Kräuter, Zweige und Blätter aus der Natur z.B. Vogelmiere, Klee,  Löwenzahn, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Haselnuss-, Buchen- und Birkenzweige,

Eine super Liste, was Kaninchen fressen dürfen findet ihr ebenfalls bei:
http://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung/bestimmungshilfen/wiese-pfluecken-fuer-anfaenger/


Am liebsten mögen unsere kleinen Feinschmecker Löwenzahn. Erst wenn dieser alle ist, wird alles andere gefressen, was noch im Körbchen ist. 


Wir suchen fast täglich frisches Futter auf den Wiesen und in der Wäldern hier in unserer Nähe.



Was ist noch wichtig?
Für unseren Käfig benutzen wir den handelsüblichen Einstreu für Kleintiere. Heu und Stroh kaufen wir meist im Baumarkt. Für einen Monat benötigen wir jeweils ca. 2 Säcke.

Der Käfig wird täglich von uns gereinigt. Felix liebt es, den Käfig sauber zu machen. Wirklich wahr! Das zählt zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Natürlich muss das auch bei schlechtem Wetter getan werden,aber das macht weder ihm noch mir etwas aus. 
Gefüttert und gestreichelt wird natürlich auch liebend gern. 


Unsere beiden Stupsnasen stört der Regen übrigens überhaupt nicht. Selbst wenn es wie aus Eimern schüttet, hoppeln sie munter in ihrem Gehege umher. 


Noch ein kleiner Buchtipp
Das Buch Zwergkaninchen vom GU Verlag hat mir von allen Büchern am meisten zugesagt. Dort findet ihr alle wichtigen Infos und tolle Anregungen. 




Unser Fazit:
Wir sind überglücklich mit unseren Kaninchen und möchten sie wirklich nicht mehr missen. Nach kürzester Zeit haben sie sich eingelebt und fühlen sich anscheinend pudelwohl. Natürlich ist das Ganze auch mit Arbeit verbunden, denn Hasen machen nicht nur im Käfig, sondern auch drum herum eine Menge "Dreck". Für mich ist das Saubermachen allerdings mit Entspannung verbunden. Meine kleine Auszeit sozusagen ;)

Irgendwie dachte ich immer, Hasen seien ein wenig langweilig. Aber das sind sie absolut nicht. Sie sind total neugierig und immer in Aktion. Jedes Mal wenn ich zum Saubermachen komme, springen sie in den Eimer oder auf die Tüten und stupsen mich von allen Seiten her an. Schreckhaft und ängstlich sind sie überhaupt nicht. Es macht einfach Spaß sie zu beobachten. Wer allerdings ein Tier zum Kuscheln sucht, der ist mit einer Katze besser beraten! 


Habt einen schönen Abend, bis zum nächsten Mal




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